Leben mit Baby

Viele Eltern fühlen sich in den ersten Lebensmonaten mit Ihren Kind unsicher und wissen nicht wie sie Ihr Kind "richtig" versorgen ohne es zu "verwöhnen". Es ist schwierig SEINEN WEG zu finden, zu dem eine Flut von Ratschlägen und Meinungen von Eltern, Verwandten und Freunden das Leben erschwert. Wer dann verzweifelt ist, informiert sich im Internet oder in Erziehungsratgebern. Und auch hier finden sich vielfältige verschiedene Tips, so ist Frau/Mann danach auch nicht klüger.

Aber wie soll ich denn mit meinem Kind umgehen, soll ich es auch mal schreien lassen? Soll ich es in seinem Bett alleine schlafen lassen? Ist ein fester Rhythmus wichtig für seine Entwicklung? Viele dieser Fragen stellen sich immer wieder Mütter und Väter.

Als Hebamme werde ich oft mit diesen Themen konfrontiert und habe meine Beratung im Laufe der Jahre überdacht und nun für mich einen Weg gefunden. Wesentlich im Leben mit einem Baby ist die Intuition, das Gefühl zeigt mir oft den "richtigen" Weg mit meinem Kind. Wenn ich bei meinem Gefühlen bin, kann ich auch richtig auf mein Kind reagieren. Aber das ist leicht geschrieben und aus eigener Erfahrung weiß ich wie ohnmächtig frau/man sich fühlt wenn das Kind untröstlich schreit. In solchen Situationen dem eigenen Gefühl nachzuhorchen gelingt wenigen. Auch hat sich unsere Gesellschaft immer mehr dem analytischen Denken und Handeln verschrieben. Vielen Menschen fällt es schwer nach ihren Gefühl, ihrer Intuition zu agieren. Durch die moderne Schwangerenvorsorge wird leider auch nicht die Intuition der werdenden Mutter gestärkt, es wird alles kontrolliert, analysiert, mit bildgebenden Verfahren dargestellt und leider bleibt nicht viel Raum für die emotionale Begleitung und Stärkung. Trotzdem bietet das Leben mit einem Baby viel Raum seinen Gefühlen zu folgen und sollte als Chance gesehen werden.

Ausser dem intuitiven Handeln bleibt auch noch die Möglichkeit zu schauen wie die "Kinderaufzucht" über Jahrtausende praktiziert wurde. Da gibt es viel zu kopieren: So wurden Säuglinge viel getragen, von den Eltern aber auch von der Sippe, Kinder, die irgendwo allein gelassen wurden waren leichte Beute für die Feinde. Kinderwägen gab es erst seit ca. 1880 und auch nur in hochzivilizierten Kulturen. Geschlafen wurde gemeinschaftlich, alleine wären die Säuglinge erfroren und verhungert. Zwei Drittel aller Kinder werden auch heute noch so groß gezogen. Unser Spezies hätte nicht überlebt, wenn dieser Ungang mit den Nachkommen nicht "artgerecht" gewesen wäre. Ich denke dieses Wissen kann vielen Eltern helfen "IHREN WEG" mit Ihrem Kind zu finden.

Jetzt bleibt da noch die Sorge sein Kind zu verwöhnen. Aber was bedeutet Verwöhnen? Heißt es, dass ich den Bedürfnissen meines Kindes gerecht werde, das ich ihm zeige, dass ich für es da bin. Immer mehr Forschungsergebnisse belegen, das Kinder, die in den ersten Lebensmonaten und -jahren einen liebevollen und bedürfnisorientierten Umgang haben, später auch stark, selbstständig und bindungsfähig durchs Leben schreiten. In den ersten Lebensmonaten kann kein Kind verwöhnt werden! Hier werden die Weichen für ein einzigartiges Leben gestellt!

Viele dieser Fragen werden immer wieder im Stillcafé diskutiert, ich denke, dass gerade bei solchen Themen der Austausch mit Menschen in der gleichen Lebensphase gut und wohltuend ist.

Deswegen lade ich Sie herzlich zum Stillcafé ein! Ausserdem bieten meine Besuche nach der Wochenbettzeit Raum für Gespräche über das Leben mit einem Säugling.